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Wie finanzierst du dein Jurastudium?

BAföG, Kredit, Stipendium, Nebenjob — was kostet das Jurastudium, welche Finanzierungsquellen gibt es, und welche werden von Jurastudierenden übersehen?

Von Jurafuchs-Redaktion · 7 min · aktualisiert 2026-04-10

Das Jurastudium an einer staatlichen Uni kostet dich keine Studiengebühren — aber es kostet Zeit, und Zeit kostet Geld. Hier ein pragmatischer Überblick.

Lebenshaltung: Was kostet ein Jurastudium?

Lebenshaltungskosten variieren stark nach Stadt. Grobe Richtwerte pro Monat: München/Hamburg 1100–1400 €, Frankfurt/Köln/Düsseldorf 900–1200 €, Leipzig/Halle/Magdeburg 650–850 €. Rechne Miete (Hauptposten), Essen, Versicherung, Semesterbeitrag (100–350 €/Semester), Lehrbücher (200 €/Semester), Repetitorium (ab 7. Semester, 200–400 €/Monat über 12–18 Monate).

BAföG — der Standardweg

BAföG ist das erste, was du prüfen solltest. Aktuelle Höchstsätze liegen bei ~934 €/Monat. Wichtig: BAföG ist zur Hälfte Zuschuss (musst du nicht zurückzahlen), zur Hälfte zinsloses Darlehen (rückzahlbar nach 5 Jahren ab Ausbildungsende, max. 10.010 € gedeckelt). Wer BAföG-berechtigt ist, macht faktisch ein stark subventioniertes Studium.

Stipendien — der unterschätzte Hebel

Viele Studierende schlagen Stipendien aus dem Kopf, weil sie denken, sie müssten Einser-Abi haben. Falsch. Die 13 großen Begabtenförderwerke (Studienstiftung, Konrad-Adenauer, Friedrich-Ebert, Hans-Böckler u.a.) fördern nach Kriterien wie Engagement, Motivation und Werdegang, nicht nur Abi-Noten. Unser Tipp: Bewirb dich. Es dauert 4–6 Wochen Aufwand, und im Best Case bekommst du 934 € + 300 € Büchergeld monatlich über deine gesamte Studienzeit. Das ist mehr als jeder Nebenjob.

Nebenjob: Jura-spezifisch lohnenswert?

WiMis (wissenschaftliche Mitarbeiter:innen bei Lehrstühlen oder Kanzleien) verdienen überdurchschnittlich gut und bauen nebenbei das Netzwerk auf. Stellen an der Uni: 11–14 €/Stunde, oft 40h/Monat. Kanzleistellen: 15–25 €/Stunde, oft 60h/Monat, zusätzlich Einblick in Praxis. Wir empfehlen: ab dem 4. Semester eine WiMi-Stelle. Vorher zu Studienbelastung zusätzlich oft zu viel.

Bildungskredit und KfW-Darlehen

Wenn BAföG und Nebenjob nicht reichen: Bildungskredit (Bund, 1–7% Zinsen je nach aktuellem Umfeld) oder KfW-Studienkredit (ähnliche Konditionen). Beides ist rückzahlbar. Plane die Rückzahlung realistisch — ein frisches Einstiegsgehalt trägt Schulden von max. 30.000–40.000 € bequem, mehr wird schwierig.

Die Jurafuchs-Empfehlung

Priorität 1: BAföG-Berechtigung prüfen und beantragen. Priorität 2: Stipendien-Bewerbungen (2–3 Werke gleichzeitig). Priorität 3: WiMi-Stelle ab dem 4. Semester. Priorität 4: Bildungskredit nur zur Überbrückung in der Examensphase, nicht als Grundfinanzierung. Das ist der Weg, den die meisten erfolgreichen Jurastudent:innen gehen — weil er dir am meisten Zeit zum Lernen lässt.

Bereit loszulegen?

Jurafuchs ist die Lernapp, die wir seit 8 Jahren bauen — 20.000+ Studierende bereiten sich damit täglich auf Klausuren und Examen vor. Der Einstieg ist kostenlos.

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